Den L2-Cache richtig einstellen

Dieser Tipp gilt für: Windows XP, Vista, 7, 8, 8.1, 10

Der Cache ist ein spezieller Puffer-Speicher, der zwischen dem Arbeitsspeicher und dem Prozessor liegt. Damit der Prozessor nicht jeden einzelnen Programm-Befehl aus dem langsameren Arbeitsspeicher holen muss, wird ein ganzer Befehlssatz bzw. Datenblock vom Arbeitsspeicher in den Cache übertragen. Wenn alle Befehle abgearbeitet sind oder ein Sprungbefehl zu einer Adresse außerhalb des Caches führt, muss der Prozessor wieder auf den Arbeitsspeicher zugreifen. Ein größerer Cache bedeutet daher, dass der Prozessor mehr Programm-Befehle ohne Wartezeit hintereinander ausführen kann. In der Regel arbeiten Prozessoren mit mehrstufigen Caches. Diese unterscheiden sind in der Größe und der Schnelligkeit.

Windows-Verhalten

Wenn dieser Wert auf 0 steht, versucht Windows den Wert selbst zu ermitteln und entsprechend einzustellen. Kann Windows den Wert nicht ermitteln, wird der Standardwert von 256KB genutzt.
Wird der Wert falsch ausgelesen, kann dieser in der Registry unter HKEY_LOCAL_MACHINE\ SYSTEM\ CurrentControlSet\ Control\ SessionManager\ MemoryManagement geändert werden. Dazu einfach den Wert von SecondLevelDataCache (Dword-Wert) auf die eigene L2-Cache-Größe ändern.

L2-Cache-Größe Dezimal-Wert
256kB 0 (Voreinstellung) bzw. 256
512KB 512
1024KB 1024
2048KB 2048

Wenn Sie sich nicht sicher sind oder nicht wissen, wie groß Ihr L2 Cache ist, kann dies mit dem Tool CPU-Z herausgefunden werden.

ACHTUNG: Alle Rechner mit einem Prozessor bzw. einer CPU-ID ab Pentium II ignorieren diesen Schlüssel, da bei diesen der Hardware Abstraction Layer (HAL) die korrekte Größe des L2-Cache ermittelt. (Der HAL ist eine logische Zwischenschicht des Betriebssystems, die die Portierung des Betriebssystems vereinfacht und die hardwarespezifischen Eigenschaften der Zielplattform von dem Rest des Betriebssystems abschirmt.)