Mit thermald eine Überhitzung vermeiden

Thermald wird von Intel bereitgestellt. Es überwacht und kontrolliert die Temperatur einer Intel CPU, um eine Überhitzung zu vermeiden. Dazu nutzt Thermald einige spezifische Intel Funktionen im Kernel und versucht ohne einen signifikanten Einfluss auf die Performance, ein overheating zu vermeiden. Einige dieser Funktionen greifen dabei erst, wenn eine bestimmte Temperatur erreicht wurde. Laut Debian Wiki sollte Thermald erst ab einer Sandy Bridge CPU oder neuer eingesetzt werden.

Die Funktionen

thermald steuert und greift auf folgende Funktionen zurück:

  • aktive oder passive Kühler, die in sysfs hinterlegt sind
  • den Running Average Power Limit (RAPL) Treiber (Sandybridge und später)
  • Intel P-state Treiber (Sandybridge und später)
  • CPU freq Treiber (Frequenzsteuerung)
  • Intel PowerClamp Treiber (beschränkt den maximalen Energiebedarf, indem kurzzeitig die Kerne in einen tiefen C-State Schlafmodus geschickt werden)

Thermald installieren

Thermald ist seit Ubuntu 14.04 direkt in den offiziellen PPAs (Paketverwaltung) verfügbar.
Rufen sie ein Terminal auf und geben sie folgenden Befehl ein:

sudo apt-get install thermald

Thermald sollte nun nach einem Neustart automatisch starten.

Weiterführende Links

Automatisches Power-Management mit TLP
Intel P-States – Frequenzregulierung anpassen